Die Schufa

Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ ist eine privatrechtliche Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Wiesbaden. Ihre Vertragspartner sind Banken, Versicherer, Leasinggesellschaften, Versandhandelsanbieter und Telekommunikationsunternehmen etc.

 

Sie speichert Daten über die Kreditwürdigkeit von Personen, die ihre Vertragspartner ihr übermitteln oder die in amtlichen Verzeichnissen oder Bekanntmachungen veröffentlicht werden. Diese Daten stellt sie allen angeschlossenen Vertragspartnern auf Anfrage zur Verfügung. Problematisch sind negative Eintragungen über nicht ordnungsgemäß abgewickelte Verträge, die beispielsweise bei unbezahlten Rechnungen, nicht eingehaltenen Ratenzahlungen, Kontokündigungen oder Kreditkartenmissbrauch erfolgen. Sie haben für die betroffene Person einschneidende Folgen; sie kann bei derartigen Eintragungen im Allgemeinen keinen Kredit und keine EC-Karte erhalten, keinen Mietwagen- oder Leasingvertrag abschließen und keine Waren auf Rate kaufen. Selbst ein Handy- oder Versicherungsvertrag kann verweigert werden; teilweise wird sogar die Vermietung einer Wohnung abgelehnt.

 

Viele Schufa-Einträge sind falsch oder unberechtigt. Ein Vorgang darf nur dann der Schufa gemeldet werden, wenn dies zur Wahrung berechtigter Interessen eines Vertragspartners der Schufa oder der Allgemeinheit erforderlich ist und dadurch die schutzwürdigen Belange des Betroffenen nicht beeinträchtigt werden. Insbesondere darf eine Meldung an die Schufa nur erfolgen, wenn eine Forderung unbestritten und der Schuldner ausreichend gemahnt worden ist. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, kann der Betroffen verlangen, dass die negativen Daten bis zur Aufklärung des Sachverhalts gesperrt und anschließend gelöscht werden.