Neues Bausparkassen-Entgelt: Jetzt noch widersprechen!

Bausparkassen verlangen neues Entgelt: Jetzt noch schnell widersprechen!

von Dipl.-Jur. Kropp

 

Diverse Bausparkassen informieren ihre Kunden derzeit über ein neues zusätzliches Entgelt, welches rückwirkend zum 1. Januar 2017 eingeführt wird. Auch ältere Verträge, also solche die bereits in der Vergangenheit geschlossen wurden, sind von dem neuen Entgelt betroffen. Hierzu informieren die Rechtsanwälte Dr. Friedrich-Wilhelm Schwöbbermeyer und Michael Blase:

 

So führt z.B. die Alte Leipziger für Verträge in der Sparphase eine so genannte "Kontogebühr" von jährlich 15 Euro ein. Die LBS Bayern verlangt seit Anfang 2017 bei verschiedenen Tarifen eine gleichnamige Gebühr von 9,60 Euro pro Jahr. Diese wird in der gesamten Sparphase verlangt. Die so genannte "Servicepauschale" der Debeka Bausparkasse wird für die Tarife BS1 und BS3 eingeführt. Je nach Tarif sollen die Kunden in der Sparphase des Vertrages 12 oder 24 Euro pro Jahr zahlen. Zum Teil sind die neuen Entgelte derart gut im „Kleingedruckten“ versteckt, daß diese selbst einem aufmerksamen Leser nicht auffallen. Es erscheint mehr als wahrscheinlich, daß weitere Bausparkassen folgen werden.

 

Kunden der Bausparkassen müssen dieses Zusatzentgelt nicht akzeptieren. Diejenigen, die mit dem Entgelt nicht einverstanden sind, können widersprechen. Dies gilt aber nur für Altverträge, die ursprünglich ohne ein derartiges Entgelt geschlossen wurden. Allerdings muß der Widerspruch innerhalb der Frist erfolgen, die die jeweilige Bausparkasse ihren Kunden gesetzt hat.